Unsere "Leichenhalle" ist mehr als 40 Jahre alt und hieß bisher immer noch
"Leichenhalle". Sie war damals, gemäß dem Zeitgeist, als reiner "Funktionsbau"
konzipiert, eben als Leichenhalle zur Aufbewahrung der Leichen in einzelnen Zellen. Diese Halle
diente nicht der Trauerbewältigung. Konnte sie nicht. Das war auch gar nicht beabsichtigt.
Seit dieser Zeit hat sich vieles in der Trauerarbeit und Trauerbewältigung verändert.
Man hat wieder "entdeckt":
Trauer benötigt ihren Raum. Die Zuwendung zum Trauerfall muss
gestattet und ermöglicht werden. Zeiten und Orte zum Weinen, zum Erinnern, zum Abschiednehmen
gehören dazu. Und weil es diese Räume zuhause und in der Nachbarschaft, in der Schule
und am Arbeitsplatz nicht mehr gibt, wollte unsere Kirchengemeinde mit ihrem eigenen Friedhof
eben solche Räume schaffen, wollte sie diesem großen menschlichen Bedürfnis
einen Raum geben.
Mit einer neuen Raumaufteilung, einer warmen Farbgebung, neuen lichtdurchfluteten Fenstern und
Türen, einer wohnlichen Gestaltung der Ruheräume konnten wir am 16.4. 2005 die alte "Leichenhalle"
als eine von Grund auf sanierte und neu gestaltete Trauerhalle einweihen.
Mit ihrem Aussegnungsraum dient die neue Trauerhalle nun dem Verstorbenen als ein letztes Zuhause und verleiht
so unserer Achtung vor dem Tod und vor den Toten einen besonderen Ausdruck.
Mit ihren Aufbarungs- und Trauerräumen will sie in würdevoller Atmosphäre
dem Abschied Raum geben und den Hinterbliebenen eine aktive Trauerarbeit und
Trauerbewältigung ermöglichen.
Bei allen Friedhofs- und Beerdigungsangelegenheiten steht Ihnen unser
Gemeindeamt jederzeit hilfreich zur Seite.
Wenn es um die Gestaltung und die Pflege einer Grabstätte geht, so wenden Sie sich bitte an
unseren Friedhofsgärtner,
Uwe Brinkmann.