Die Gemeinde Dellwig-Frintrop-Gerschede liegt am westlichen Stadtrand von
Essen und umfasst die drei Stadtteile Dellwig, Frintrop und Gerschede. Dort
leben etwa 9.000 Menschen, die sich bemühen, in der Nachfolge Jesu als
Christinnen und Christen zu leben. Zu unserer Gemeinde gehören Junge und Alte,
Eltern, Großeltern und Kinder, Alleinlebende, Geschiedene und Paare, Menschen
aus anderen Ländern und Kulturen und Menschen, die ihr Leben in der Gemeinde
verbracht haben, Reichere und Ärmere, Menschen mit unterschiedlichen
Begabungen, Alteingesessene und Durchreisende, Engagierte und Distanzierte,
Gläubige und Zweifler...
Viele Menschen arbeiten mit, um unsere Gemeinde weiter aufzubauen. Sie tun
dies als Hauptberufliche, als Pfarrer und Küsterinnen, als Erzieherinnen und
Kirchenmusiker, als Hausmeister und Verwaltungsangestellte. Ihre
Professionalität haben wir dringend nötig, und wir schätzen sie. Auf ihren
Schultern liegt auch große Verantwortung, sie brauchen die Unterstützung der
Gemeinde.
Sie tun dies als Honorarkräfte oder nebenamtlich Mitarbeitende in
verschiedenen Arbeitsfeldern. Wir sind dankbar für diesen Dienst, der oft
anders nicht zu erbringen ist, und für das, mit dem sie unser Gemeindeleben
bereichern.
Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in unserer Gemeinde, in ihrer
Leitung als Presbyterinnen und Presbyter, im Besuchsdienst und bei der
Verteilung der Gemeindebriefe, als Gruppenleiter in den verschiedenen
Gemeindekreisen, in der Kinder- und Jugendarbeit, bei einzelnen Projekten und
Veranstaltungen. Ihr Einsatz ist unbezahlbar. Wir kommen aus einer Kirche der
Ehrenamtlichen, und aufgrund der finanziellen Entwicklungen bewegen wir uns
wieder dorthin. Uns ist es wichtig, dass die Menschen, die ehrenamtlich in
unserer Gemeinde mitarbeiten, für ihren Dienst fachlich und seelsorglich
zugerüstet werden, dass sie Fortbildungsangebote wahrnehmen und dass sie in
ihrem Dienst Freude und Erfüllung finden.
Viele Menschen unterstützen unsere Gemeindearbeit finanziell oder mit
Sachspenden. Auch ihnen gebührt unser Dank.
Uns vereint die Zusage Gottes und sein Auftrag „Ihr seid das Salz der
Erde“. Deshalb sind wir gemeinsam auf dem Weg zu den Menschen und zum Reich
Gottes.
So verkündigen wir das Evangelium als die Botschaft von der
Menschenfreundlichkeit Gottes in unseren Lebensalltag hinein. Wir stärken
Menschen durch Wort und Sakrament und ermutigen sie, ihr Leben
selbstverantwortet in der Nachfolge Jesu zu gestalten. Wir helfen ihnen dabei.
So arbeiten wir als handelnde Christinnen und Christen für den Frieden. Wir
setzen uns für Gerechtigkeit und die Bewahrung von Gottes Schöpfung ein. Wir
kümmern uns um die Schwachen und nehmen sie hinein in unsere Gemeinschaft. Wir
leben ökumenische Gemeinschaft aller Christen in unseren Stadtteilen.
Die Gemeinde Dellwig-Frintrop-Gerschede ist geprägt durch die große
Vielfalt ihres Gemeindelebens. Aufgrund der traditionellen dezentralen
Struktur mit zahlreichen Zentren in den drei Gemeindebezirken haben sich sehr
unterschiedliche Formen von Gemeindearbeit herausgebildet, die eine breite
Gruppe unterschiedlicher Menschen ansprechen. Dabei verbinden sich die
verschiedenen Angebote unter dem Ziel „Menschen Heimat geben“. Dies geschieht
in vielfältiger Weise, z. B. „Heimat in Glauben und Gemeinschaft“, „Heimat
beim Heranwachsen“ oder „Heimat für Familien“.
Gemeindearbeit geschieht dezentral an ungezählten Orten, auf dem Markt und
im Krankenhaus, beim Geburtstagsbesuch und beim Trauergespräch, im
Gottesdienst und in der Disco, in der Frauenhilfe und im Kindergarten, auf
Freizeiten und beim Gemeindefest.
Daneben gibt es besondere Orte der Gemeindearbeit in den drei Stadtteilen,
die als solche erkennbar sind und auch fremden Menschen den Zugang leicht
machen.
In Dellwig gibt es die Friedenskirche (Schilfstraße 6) für den
Gottesdienst, das Gemeindehaus (Schilfstraße 6-8) für die Gemeindekreise und
den Kindergarten (Vieselmanns Ried 8), in dem ab 2004 die Arbeit mit
Kleinkindern stattfinden soll. Ebenfalls in der Schilfstraße befindet sich das
Altenwohn- und Pflegeheim der Gemeinde (Schilfstraße 3) sowie altengerechte
Wohnungen (Söllockweg 10). In der Quellstraße, am zweiten Standort im Bezirk
Dellwig, gibt es die Evangeliumskirche (Quellstraße 24) für den Gottesdienst;
die Gemeindekreise treffen sich im katholischen Gemeindezentrum St. Judas
Thaddäus (Einbleckstraße 25), solange es an der Quellstraße kein
Gemeindezentrum gibt.
In Frintrop gibt es die Gnadenkirche (Pfarrstraße 6-10) für den
Gottesdienst, sie ist gleichzeitig Friedhofskirche für den Friedhof der
Gemeinde. Im Gemeindezentrum Kattendahl (Kattendahlhang 12a) versammelt
sich die Gemeinde zum sonntäglichen Gottesdienst und trifft sich in der Woche
in den Gemeindekreisen. Das Gemeindehaus Zugstraße (Zugstraße 17a) beherbergt
mit dem Gemeindeamt die Verwaltung der Gemeinde, daneben kommen auch hier die
Gemeindekreise zusammen. Ebenfalls in der Zugstraße befindet sich die
Kindertagesstätte (Zugstraße 19b), die ab 2007 die einzige
Kindertageseinrichtung der Gemeinde sein wird.
In Gerschede gibt es in der Samoastraße das Gemeindezentrum
(Samoastraße 5), in dem Gottesdienst gefeiert wird und welches das Zentrum für
die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen der Gemeinde darstellt. Daneben
treffen sich dort auch die Gemeindekreise. Im Wohnhaus Samoastraße
(Samoastraße 11) befinden sich nicht nur altengerechte Wohnungen, sondern hier
kommen auch die Seniorenkreise zusammen. Bis 2007 unterhält die Gemeinde auch
in der Samoastraße einen Kindergarten (Samoastraße 7).
Wir informieren unsere Gemeindeglieder über Angebote und aktuelle Entwicklungen durch unseren Gemeindebrief „Christall“, der monatlich allen Gemeindegliedern ins Haus geliefert wird. Zusätzlich werden unsere Schaukästen an den Zentren der Gemeinde mit aktuellen Informationen bestückt, und in den Gottesdiensten wird der Gemeinde Wichtiges abgekündigt. Daneben besitzt die Gemeinde auch eine Homepage im Internet: www.gemeindedfg.de.
Die Verkündigung der frohen Botschaft Jesu Christi und die Auslegung des
Wortes Gottes ist wichtigste Aufgabe der Gemeinde. Dies geschieht nicht nur,
aber in besonderer Weise im Gottesdienst. Die Gemeindeglieder werden an den
Gottesdiensten in vielfältiger Weise beteiligt und bringen sich mit ihren
Begabungen, ihren Lebenswelten und Glaubensfragen ein.
Einen Schwerpunkt der Gottesdienstarbeit gibt es im Bezirk Frintrop an der
Gnadenkirche und im Gemeindezentrum Kattendahl, wobei selbstverständlich auch
sonntäglich Gottesdienste in der Friedenskirche, in der Evangeliumskirche und
im Gemeindezentrum Gerschede gefeiert werden. Aufgrund der fünf
Gottesdienststätten laden wir in jedem Jahr zu mehr als 300 Gottesdiensten
ein, mehr als in jeder anderen Gemeinde unseres Kirchenkreises.
Die Formen der Gottesdienste sind dabei so vielfältig wie die Gemeinde
selbst, je nach Prediger und nach der jeweiligen Gottesdienstgemeinde. Dabei
stehen der traditionelle Gottesdienst, der Familiengottesdienst, der
Kindergottesdienst und neue Formen, die sich an weitere eigene
Gottesdienstgemeinden richten (z.B. Krabbelgottesdienste, Feierabendmahle,
Jugendgottesdienste), gleichwertig nebeneinander und bereichern sich
gegenseitig. Wir arbeiten daran, dass die unterschiedlichen
Gottesdienstgemeinden sich in ihren liturgischen Bräuchen, ihrem spirituellen
Empfinden und in ihrer spezifischen Lebenssituation noch stärker wahrnehmen,
dass sie aufeinander zugehen, um gemeinsam Gemeinde zu sein.
Unsere Gottesdienste werden musikalisch begleitet und bereichert von
engagierten Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern. Im Bezirk Frintrop liegt
hier mit der Tätigkeit eines hauptamtlichen Kirchenmusikers ein Schwerpunkt.
Menschen, die an der Musik interessiert sind, finden im Bezirk Dellwig als
einen Schwerpunkt den traditionsreichen „Chor der Friedens- und
Evangeliumskirche“, den Kirchenchor der Gemeinde.
Unsere Pfarrer sind die ausgebildeten Seelsorger unserer Gemeindeglieder.
Wenn Sie etwas auf dem Herzen haben, sprechen Sie unsere Pfarrer an. Sie
freuen sich auf ein Gespräch und sind bemüht, Ihnen weiterzuhelfen.
Für die Amtshandlungen wie Taufen, Konfirmationen, Trauungen und
Beerdigungen sind die Pfarrerinnen und Pfarrer zuständig. Wenn möglich, nimmt
die Gemeinde Anteil an den Amtshandlungen, z. B. dadurch, dass die Taufe eines
Kindes im Gemeindegottesdienst vollzogen wird oder dass der verstorbenen
Gemeindeglieder fürbittend gedacht wird.
Krabbel- und Kleinkindgruppen gibt es in allen Zentren der Gemeinde. Einen
Schwerpunkt hat die pädagogisch qualifizierte Arbeit mit Kleinkindern im
Bezirk Dellwig. Dort hat sich seit einigen Jahren die Vorkindergartenarbeit
entwickelt und soll auf dem Gelände des im Jahre 2004 schließenden
Kindergartens Vieselmanns Ried als Zentrum für die Arbeit mit den „Kleinsten“
in Kooperation mit einem von Gemeindegliedern ins Leben gerufenen Förderverein
ausgebaut und weiterentwickelt werden. Hier werden auch in speziellen
Krabbelgottesdiensten Familien mit ihren Kindern an gottesdienstliche
Traditionen herangeführt; in Familienkreisen werden Eltern und Geschwister in
diese Gemeindearbeit eingebunden. Familiengottesdienste werden regelmäßig in
der Friedenskirche und im Gemeindezentrum Gerschede gefeiert.
In der Zugstraße unterhält die Gemeinde eine große Kindertagesstätte mit
Hortgruppe für die Kinder der Gemeinde. Bis 2007 gibt es noch dazu in der
Samoastraße einen zweigruppigen Kindergarten. In Zusammenarbeit mit den
Familien im Wohnumfeld leistet die Gemeinde hier einen wichtigen Beitrag zur
Bildung und Erziehung von Kindern. Die Besonderheit unserer pädagogischen
Konzeption zeichnet sich dadurch aus, dass Kinder und Eltern mit biblischen
Geschichten und kirchlichen Traditionen lernen und begleitet werden.
Für Kinder im Grundschulalter werden an jeder Gottesdienststätte regelmäßig
Kindergottesdienste angeboten. Kinderbibeltage und Kinderbibelwochen gibt es
darüber hinaus in der Friedenskirche und im Gemeindezentrum Gerschede.
Kindergruppen treffen sich in allen Zentren der Gemeinde. Einen Schwerpunkt
im Bereich dieser Arbeit besitzt der Bezirk Gerschede, wo zusätzlich
Kinderferienprogramme und Freizeiten für Kinder angeboten werden. Hierzu
gehört auch die Einbindung der Eltern und Familien durch Elternabende,
Familiengottesdienste und Familienkreise. Auch gibt es hier eine offene
Kinderarbeit (offener Kindertreff, Kinderdisco), die Kindern einen besonders
leichten Zugang zur Gemeinde ermöglichen soll.
Musikalische Angebote für Kinder gibt es im Gemeindehaus Zugstraße und im
Gemeindehaus Schilfstraße.
Die Gemeinde kooperiert intensiv mit den Schulen in ihren Stadtteilen.
Insbesondere beteiligt sie sich an der evangelischen Kontaktstunde in den
Grundschulen in Dellwig, Frintrop und Gerschede. Dies ist ein von der Gemeinde
verantwortetes, verbindliches Angebot für Kinder im dritten und vierten
Schuljahr. In regelmäßigen Schulgottesdiensten und bei Veranstaltungen für die
Eltern wird diese Arbeit mit der Gemeinde vernetzt.
In jedem Bezirk werden Jugendliche auf die Konfirmation vorbereitet. Dies
geschieht über einen Zeitraum von zwei Jahren im Rahmen der
Konfirmandenarbeit.
Jugendgruppen treffen sich regelmäßig im Gemeindehaus Schilfstraße
(Pfadfindergruppen) und im Gemeindezentrum Gerschede. Durch die Arbeit mit
konfirmierten Jugendlichen sollen in Frintrop im Gemeindehaus Zugstraße und im
Gemeindezentrum Kattendahl Jugendliche stärker in den Gemeindeaufbau
einbezogen werden.
Einen Schwerpunkt in der Arbeit mit Jugendlichen besitzt der Bezirk
Gerschede. Im Gemeindezentrum Gerschede, dem Zentrum für Kinder- und
Jugendarbeit der Gemeinde, gibt es neben den klassischen Jugendgruppen einen
großen Bereich offener Angebote, wo Jugendliche unverbindlich die
Räumlichkeiten des Zentrums nutzen können. Dazu gehören auch regelmäßige
Discoveranstaltungen für Jugendliche unterschiedlicher Altersgruppen sowie
zahlreiche Sonderveranstaltungen wie Aktionstage, Partys und Workshops. Einen
weiteren Arbeitsbereich bilden Jugendferienfreizeiten, Wochenendausflüge und
Fahrten zum Deutschen Evangelischen Kirchentag.
In regelmäßigen Abständen finden im Gemeindezentrum Gerschede
Jugendgottesdienste statt.
Musikalische Angebote gibt es im Gemeindehaus Zugstraße und im Gemeindehaus
Schilfstraße.
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bezirk Gerschede geschieht
weitgehend in Eigenregie des Kreises Ehrenamtlicher Mitarbeiter, in dem sich
Jugendliche und junge Erwachsene ehrenamtlich engagieren. Als Ehrenamtliche
Mitarbeiter übernehmen sie Verantwortung, und sie sind nicht nur Teilnehmer
von Gemeindeveranstaltungen. Neben der Durchführung der einzelnen Angebote
gehören auch die Planung der Kinder- und Jugendarbeit sowie die demokratische
Selbstverwaltung durch „gewählte Mitarbeiter“ dazu. Wir fördern ihre
Entwicklung hin zu selbständigen, mündigen Christenleuten und etablieren
demokratische Strukturen.
Menschen führt nicht zwanglos zusammen, dass sie etwas gemeinsam in der
Gemeinde machen wollen. Oft kommt ein Thema, ein Lebensabschnitt oder ein
„Milieu“ hinzu, das es erleichtert, sich zu beheimaten und wohl zu fühlen. Dem
tragen wir Rechnung, indem wir zahlreiche unterschiedliche Gemeindekreise
anbieten:
Kreise für jüngere Erwachsene z. B. im Gemeindezentrum Gerschede, für junge
Eltern z. B. im Gemeindehaus Schilfstraße, für ältere Menschen in jedem
Zentrum. Menschen, die nach Gesprächspartnern im Glauben suchen, finden
Bibelgesprächskreise. Menschen, die sich handwerklich betätigen möchten,
finden Bastel- und Handarbeitskreise. Menschen, die sich körperlich fit halten
möchten, finden Gymnastikkreise. Menschen, die kulturell interessiert sind,
finden Kulturkreise. Frauen- und Männerkreise treffen sich. Menschen, die
Musik machen möchten, finden verschiedene Angebote.
Und dann gibt es noch viele Kreise, die gewachsenen sind, deren Mitglieder
einen langen Weg, oft ins hohe Alter miteinander zurückgelegt haben und die
sich auch regelmäßig in unserer Gemeinde treffen.
Die Gemeinde versammelt alte Menschen in vielen Kreisen und Gruppen,
Angebote hierzu gibt es in jedem Zentrum.
Dazu werden die Senioren regelmäßig zu Geburtstagsfeiern eingeladen und
zumindest bei „runden“ Geburtstagen von ihrem Pfarrer oder einem Mitglied der
Besuchsdienstkreise besucht.
Die Gemeinde unterhält altengerechte Wohnungen mit der Möglichkeit des
„betreuten Wohnens“ in der Samoastraße sowie altengerechte Wohnungen im
Söllockweg und ein Altenwohn- und Pflegeheim in der Schilfstraße. Im Wohnhaus
Samoastraße treffen sich verschiedene Seniorengruppen, im Altenwohnheim findet
regelmäßig ein Gottesdienst für die Bewohner statt.
Ungeachtet der Vielfalt an Angeboten arbeiten die drei Bezirke der Gemeinde Schwerpunkte in ihrer Gemeindearbeit heraus: Besondere Formen der Gemeindearbeit, die besondere Ressourcen wie Räume, Personal oder Erfahrung erfordern oder die auf einen entsprechenden Bedarf reagieren, werden nicht überall angeboten, sondern sind in einem Bezirk konzentriert. In vielen Fällen gibt es aber einzelne Angebote des betreffenden Arbeitsfeldes auch in anderen Bezirken, die meist vom Schwerpunktbezirk aus verantwortet werden. Daneben sind wir bemüht, in allen drei Bezirken ein möglichst breites, vielfältiges Angebot an Gemeindearbeit ortsnah aufrechtzuerhalten.
Unter diesem Leitwort steht die Gemeindearbeit im Bezirk Frintrop. Der
Stadtteil Frintrop gliedert sich in zwei Pfarrbezirke, Oberfrintrop mit dem
Zentrum im Kattendahl und Unterfrintrop mit dem Zentrum in der Zugstraße, dazu
die Gnadenkirche in der Pfarrstraße auf dem Donnerberg. Zwei Pfarrer versorgen
diesen großen Bezirk, wobei ein Prozess des Zusammenwachsens eingeleitet ist,
um eine gemeinsame evangelische Frintroper Identität zu schaffen.
Der Schwerpunkt der Gemeindearbeit im Bezirk Frintrop liegt in der
Gottesdienstarbeit. In der Gnadenkirche kommt hierzu die besondere
kirchenmusikalische Gestaltung durch den hauptamtlichen Kirchenmusiker der
Gemeinde. Im Gottesdienst versammelt sich die Gemeinde, wird hörende Gemeinde
unter Gottes Wort und erfährt die heilsame Gemeinschaft des Heiligen Geistes.
Damit diese Erfahrung nicht auf den Gottesdienst beschränkt bleibt, bieten wir
als weiteren Schwerpunkt eine große Zahl von Gemeindekreisen an, die Menschen
zum Gottesdienst hinführen wollen oder ihnen im Alltag eine Ergänzung zum
Gottesdienst schaffen.
Die Gemeindearbeit in Frintrop orientiert sich an den sozialen
Gegebenheiten im Stadtteil und pflegt die Kontakte zu Schulen, Parteien und
Organisationen sowie zu den katholischen Pfarrgemeinden und der muslimischen
Moscheegemeinde.
Unter diesem Leitwort steht die Gemeindearbeit im Bezirk Dellwig. Der
Bezirk Dellwig besteht aus den beiden Bereichen Friedenskirche und
Evangeliumskirche und wird von einer gemeinsamen Pfarrstelle betreut. Dadurch
ergeben sich viele gemeinsame Aktionen und gemeindliche Angebote.
Der Schwerpunkt der Gemeindearbeit im Bezirk Dellwig liegt in der Arbeit
mit Familien. Familienorientierter Gemeindeaufbau bedeutet für uns, für
Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen Anknüpfungspunkte an Gemeinde
zu bieten. Wir beginnen dazu mit den Kleinsten, die in Krabbelgruppen und
Vorkindergartengruppen betreut und in Krabbelgottesdiensten an die
Glaubenstraditionen der Gemeinde herangeführt werden. Mehrere Familienkreise
binden die Eltern über ihre Elternrolle hinaus in die Gemeindearbeit ein und
vernetzen sie mit den Angeboten für ihre Kinder. Auf dem Gelände des ab 2004
geschlossenen Kindergartens Vieselmanns Ried entsteht in Kooperation mit einem
von Eltern gegründeten Förderverein ein Zentrum für die pädagogische Arbeit
mit Kleinkindern.
Daneben gibt es in Dellwig auch Angebote für ältere Kinder und Jugendliche,
z. B. mehrere Pfadfindergruppen. Auch werden regelmäßig Kinder- und
Familienfreizeiten angeboten. In Dellwig versammelt sich der „Chor der
Friedens- und Evangeliumskirche“, der Kirchenchor der Gemeinde. Daneben gibt
es Gemeindekreise für Erwachsene unterschiedlichen Alters und Seniorenkreise.
Die Gemeindearbeit in Dellwig orientiert sich an den sozialen Gegebenheiten
im Stadtteil und will Menschen in der Gemeinde und durch die Gemeinde Heimat
erfahren lassen.
Unter diesem Leitwort steht die Gemeindearbeit im Bezirk Gerschede. Auch
hier beginnt die Arbeit mit den „Kleinsten“, in Krabbelgruppen, in
begleitender Elternarbeit, in Gruppen und Veranstaltungen für Kinder. Der
Schwerpunkt liegt jedoch im Bezirk Gerschede auf den heranwachsenden
Gemeindegliedern, denen wir etwas von unserem Glauben und unseren
Gotteserfahrungen weitergeben wollen und die wir zurüsten wollen für ein
selbst verantwortetes Leben in Gemeinde und Gesellschaft. Deshalb ist es
wichtig, Kinder und Jugendliche in Netzwerke einzubinden, die Beheimatung
ermöglichen: So treten zum Kindergottesdienst die Kindergruppe und die
Sommerfreizeit hinzu; so ergänzen offene Jugendarbeit und ehrenamtliches
Engagement die Konfirmandenarbeit. Indem wir Kindern und Jugendlichen
verschiedene Berührungsflächen mit Kirche und Gemeinde bieten, fördern wir,
dass junge Menschen sich hineinnehmen lassen in unsere Traditionen und uns
hineinnehmen in ihre Glaubens- und Lebensbilder.
Neben diesem Schwerpunkt gibt es in Gerschede auch zahlreiche
Gemeindekreise für Erwachsene, die wie in der Kinder- und Jugendarbeit
Vernetzung ermöglichen und damit Beheimatung erleichtern (z. B. Bastelgruppe -
Gemeindebriefverteilerkreis - Gottesdienst). Dazu kommen Angebote für
Senioren, die hauptsächlich in der Samoastraße 11 stattfinden. Auch hier
entwickeln wir neue Konzepte, die auf mehr Selbstbeteiligung der Senioren
abzielen.
Die Gemeindearbeit in Gerschede orientiert sich an den sozialen
Gegebenheiten im Stadtteil und will Gemeinde für alle und mit allen Menschen
des Stadtteils sein.
Die Gemeinde Dellwig-Frintrop-Gerschede wird in diesem Jahre 110 Jahre alt.
In all den Jahren haben Menschen für das Wohl der Gemeinde gearbeitet, gebetet
und um den Weg der Gemeinde gerungen.
Auch heute sind wir auf dem Weg, auf dem Weg zu einer
dezentralen Gemeinde mit drei Bezirken und mehreren Zentren und ausgewiesenen
Schwerpunkten in jedem Bezirk, auf dem Weg zu einer Gemeinde, die verstärkt
Menschen neue Wege in die Gemeinde ebnen will, die mit weniger Geld mehr
Sorgen und Nöten der Menschen begegnen muss, aber, und das tröstet und macht
Mut,
Essen, im Juli 2003
Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Dellwig-Frintrop-Gerschede